Blog 2008
Blog 2009
FanFiction
Kontakt
Kritiken
Blog
Bücher
HOME
über mich

Ich lese und höre immer wieder, dass es Autoren gibt, die nach einem Buch Schwierigkeiten haben, sich von liebgewonnenen Charakteren zu trennen. Jahrelang ging es mir ebenso. Ich schrieb eine Art Lebensgeschichte, die immer neue Wendungen nahm, immer wieder Schwierigkeiten aufwarf und nie zu einem Ende kam. Mittlerweile hat dieses Werk über 3000 Seiten erreicht…

Mit den Geschichten im Bereich fanfiction änderte sich das auf einmal. Charaktere und Handlung wurden festgelegt, und nach dem – nicht immer ganz glücklichen – Ende wandte ich mich der nächsten Handlung zu. Auch das kann sehr befriedigend sein und eröffnet Spielräume für neue Ideen und andere Personen.

„Getrennte Welten“ ist nicht der erste Roman, den ich seitdem geschrieben habe, doch war es dieser, der im Juli 2008 veröffentlicht wurde.

Blog 2010

Blog Januar 2010

Ein frohes Neues Jahr!

Das nächste Jahrzehnt hat begonnen.

Es entzieht sich meinem Verständnis, warum bei Radiosendern und in Zeitungen die Rede ist vom Ende der „Nullerjahre.
Das klingt, als würde der Rückblick die Ereignisse und Errungenschaften der letzten zehn Jahre negieren, so, als hätte man in den zehn Jahren nur Dinge erledigt, die am Ende wieder gelöscht würden.

Gab es keine bessere Bezeichnung als dieses Neologismus, der weder einfallsreich noch zutreffend ist?
Wenn ich etwas zu null reduziere, etwas für „null und nichtig
erkläre, dann hat es nicht stattgefunden.
Die Rückblicke sagten jedoch etwas anderes aus, denn in der Republik haben sich in der Politik, in Wissenschaft und Sport eine Menge Veränderungen, Erfolge und Errungenschaften eingestellt.

Nullen waren da hoffentlich nur wenige bei.

Blog Februar 2010

Schnee auf dem roten Teppich

Es gibt ja viele Anlässe, mal vor der eigenen Haustür zu kehren, doch keinen, der wichtiger ist als die Gefahr eines Unfalls zu vermeiden. Exerziert wurde die größte Räumaktion am Potsdamer Platz, bevor der rote Teppich für die Stars ausgerollt wurde. Wäre ja auch peinlich gewesen, wenn die Stars in high heels ins Stolpern gerieten und vor laufender Kamera über die mangelnde Sorgfaltspflicht geschimpft hätten.

Aber fragen wir uns doch mal ganz ehrlich: Sind wir nicht alle Stars, die sicher durch den Winter kommen wollen?
Haben wir nicht alle verdient, dass Hausbesitzer und Firmen sich darum kümmern und die Gehwege räumen?
Und das nicht nur, um einen roten Teppich auszurollen? Meinetwegen können sie auch das tun.
Ich werde nicht widersprechen.


Und in der Zeit, in der wir zu Hause sitzen den Ausflug durch Schnee, Eis und Pfützen sicher hinter uns genießen Sie doch einfach mal wieder ein gutes Buch.

Ich werde am Computer bleiben und noch ein Kapitel schreiben.

Kommen Sie gut durch den Winter!

Blog März 2010

Die Berlinale ist vorbei, die berühmten Leute haben ihre Koffer gepackt und sind wieder abgereist. Wir haben eine Menge interessanter Filme gesehen, sind berührt, aufgewühlt oder von einem oder anderem auch enttäuscht.

Gerade Literaturverfilmungen neigen dazu, die eigene Phantasie abzuwürgen wie ein Werbejingle einen guten Song im Radio.

Man hat das Buch ein bis fünf Mal gelesen, sich ausgemalt, wie die Landschaft und die Städte aussehen und erst recht Bilder für die Hauptakteure gefunden, sofern der Autor so frei war, eine ausreichende Beschreibung abzuliefern.
Wenn der Film dazu in die Kinos kommt, herrscht große Vorfreude.
Nach zwei Stunden ist man schlauer und oftmals irritiert.
Weder sieht das Land aus wie erträumt noch hat der Hauptcharakter dieselben schimmernden grünen Augen und erst recht kein wallendes schwarzes Haar, das im Buch mehr als einmal erwähnt wurde (vermutlich weil der Autor selbst so aussehen möchte oder die Autorin schon immer solch einen Helden treffen wollte).
Da mag der Regisseur noch so sehr versucht haben, die Essenz des Romans hervorzubringen, es bleibt dabei:
Manchmal ist Kopfkino einfach schöner.


Block April / Mai 2010

Sobald das Wetter besser wird, hält mich nichts mehr zu Hause. Das erschwert das Arbeiten an einem Roman ungemein, denn außer im Sonnenschein Notizen festzuhalten, kommt keine Zeile zustande. In der freien Natur am Notebook zu sitzen und mit zusammengekniffenen Augen zu versuchen, die von der Sonne gespiegelten Buchstaben zu erkennen und Angst zu haben, dass die Elektronik wegen der Hitze schlapp macht, ist nicht mein Ding. Da halte ich mich an Block und Bleistift, ständige Begleiter für spontane Einfälle und Bonmots, die später mal Verwendung finden.

Das hat Auswirkungen! Im Frühling und Sommer gehe ich unter die Konsumenten, leihe mir Bücher in Massen und entdecke neue Autoren. Manche davon geben mir stilistisch Anregungen, andere sind nur unterhaltsam (hoffentlich).
Und seien wir ehrlich: Was gibt es denn Schöneres, als mit einem guten Buch, einer Tasse Kaffee (wahlweise Eiskaffee, je nach Laune und Außentemperatur) im Garten auf einer Liege zu sitzen?

Ich wünsche besinnliche Wochenenden.


Block Juni / Juli 2010

Es ist kaum vorstellbar, wie schnell das Jahr 2010 voranschreitet. Eben rief man noch nach mehr Wärme und ärgerte sich, wenn die Heizung nicht funktionierte, jetzt ist die Wärme da, und sofort ist das Klagen wieder groß, man könne es in der Hitze nicht aushalten.

Ist es denn recht zu machen?

Rein wettertechnisch scheint das nicht möglich. Während die einen sich bei minus zehn Grad sehr wohl fühlen und noch ein Bad im Freien nehmen, tauen die anderen bei dreißig Grad im Schatten erst auf. Doch blicken wir über den Wetterrand hinaus und fragen uns, warum wir stets an so vielen Kleinigkeiten herum mäkeln. Haben wir das nötig? Ist es unserer Psyche, unserer täglichen Portion Zufriedenheit zuträglich?

Wohl nicht.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir uns nicht über das Eine oder Andere ärgern, aber das Wichtige in diesem Prozess scheint mir, wie lange ich mich ärgere. Akzeptiere ich das Geschehen schnell, kann ich mich anderen Dingen zuwenden; kann mich auf die Problemlösung konzentrieren und mich freuen, wenn es klappt. Ich kann auch die Schultern zucken, das Missgeschick abhaken und sagen: Es hätte schlimmer kommen können. Das ist nicht immer ein Trost, hilft aber, denn die Erfahrung zeigt, dass es leider manchmal schlimmer kommen kann.

Ein Blick auf eben dieses Schlimme rückt zurecht, was man vorher leichtfertig als selbstverständlich abtat. Man lernt das zu schätzen, was man hat. Und diese Wertschätzung ist der positive Blick auf die Geschehnisse, auf die Menschen, die um einen herum leben und wirken. Man sollte sich öfter fragen, was sie einem bedeuten und sich entsprechend verhalten.

Think positive!, sagte eine alte Freundin von mir. Sie hat Recht. Auch jetzt noch.

Block August 2010

Ein wenig Abstand von den alltäglichen Dingen des Lebens zu nehmen dafür sollte man in Urlaub fahren. Einfach die Seele baumeln lassen und sich den Schönheiten widmen, die man sonst viel zu leicht übersieht.

Großartige Aussichten gab es für uns auch dieses Jahr wieder vom Rücken der Pferde Wiesen, Täler im Frühnebel, Wälder, in denen wir kaum einem Menschen begegnet sind. Wir hatten Reitführer, die uns all dies in ihrer unvergleichlichen Art gezeigt haben. Reitführer, die mit sicherem Gespür für die Reiter die Strecken aussuchen und jeden nach seinem Können fördern und sich freuen, wenn es gelingt, dass jedem der Ausritt gefällt.

Wir haben im Urlaub sehr nette Menschen kennengelernt und alte Bekanntschaften und Freundschaften aufgefrischt. Vielleicht ist es auch gerade das, was diesen Urlaub so besonders gemacht hat: Die Beziehungen zu den Menschen zu verfestigen, die einem etwas bedeuten. An dieser Stelle Grüße nach Bochum und nach Offstein und natürlich nach Schöllnach! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.


Block September / Oktober 2010

Als mein Wagen in der Werkstatt war und weil ich mit meiner Freundin eine längere Fahrt geplant hatte, lieh ich mir eine große Limousine. Der Vorteil dieses Prachtstücks war nicht nur das luxuriöse Interieur sondern auch ein ausgezeichnetes Navigationssystem. Es hatte eine mir bis dahin nicht bekannte Funktion, die sich (kein Scherz) „Wo bin ich? nennt. Nach einem Lachanfall verstand ich, dass es sich um einen GPS-Finder handelt, der mir, wenn ich mich verirre, sagt, wo ich mich befinde (sofern es dort ein GPS-Signal gibt).

Manchmal wünschte ich mir für das Programm „Leben auch eine Wo-bin-ich-Funktion. Und weil es diese nicht gibt, hilft nur, mal einen Schritt rückwärts zu gehen, Abstand zu nehmen und sich zu überlegen, wo man im Leben gerade steht und wie es einem wirklich geht. Man ist immer schnell dabei zu sagen, es gehe einem nicht gut, wenn man eigentlich meint, dass es auch schon bessere Tage gab. Aber deshalb ist der Tag doch nicht schlecht oder verloren. Es kommt nur auf die Betrachtung an.

Und wenn Sie sich gerade eine schicke Limousine ausgeliehen haben, versuchen Sie doch mal die „Wo bin ich?-Frage zu stellen. Mal sehen, ob Ihr Auto antwortet.

Block November 2010

Die Werbung für meinen neuen Roman ist angelaufen. Der Buchbäcker Verlag hat die Prospero GmbH Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Konzept beauftragt. Das ebook ist ebenfalls bereits erhältlich. Es freut mich zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus hier ans Werk gegangen wird.

Von meiner Seite steuere ich die erste Lesung bei, die am 1.12.2010 in den Räumen der Tierarztpraxis Ladwig in der Seeburger Str. 10 in Berlin-Spandau stattfinden wird (http://tierarzt-spandau.de/index.html) Da es sich um einen Jugendroman handelt, wird meine Tochter dort ebenfalls anwesend sein und an der Lesung teilnehmen.

Wer das Buch direkt erwerben und nicht erst bestellen möchte, kann dies in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung an der Nikolai-Kirche in Berlin-Spandau.


Impressum: Balkau, Berlin, Germany

balkau-web (at) power (dot) ms

Block Dezember 2010 / Januar 2011

Dezember 2010 Januar 2011Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr!

Das Rezept, um selbst nach Rückschlägen nicht ganz tief am Boden liegen zu bleiben ist vorwärts zu schauen.

Klingt ganz simpel, ist aber meist schwer umzusetzen. Man kann es sich nur immer wieder vornehmen. Probleme sind nur so lange welche, bis ich einen Lösungsansatz habe. Der Moment der Erkenntnis, dass nicht alles schlecht ist und nicht immer alles schief läuft, ist auch der Moment, an dem ich wieder nach vorn blicken kann.

Wenn wir Menschen verlieren, die uns viel bedeutet haben, dann denken wir einerseits über den Verlust nach, doch sollten wir nicht vergessen, dass diese Menschen jahrelang bei uns gewesen sind und uns viel Gutes erzählt haben, uns geliebt und geschätzt haben und wir mit ihnen lachen und albern sein konnten. Es ist dann immer noch schade, dass sie nicht mehr da sind, aber wir können dann auch in der Erinnerung noch lachen und den Kopf über viele kleine Anekdoten schütteln. Dann sind diese Menschen in Gedanken immer noch bei uns.

In liebender Erinnerung an zwei wunderbare Damen. Ihr ward großartig!